Marketing kann manipulieren. Oder Sinn stiften.
- Nikias Thörner

- 25. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Warum ich meine Marketing-Kompetenz heute, mit Ü50, nur noch für Kunden einsetze, deren Wirkung ich moralisch vertreten kann.
Vielleicht kennen Sie das auch. Sie können etwas richtig gut. So gut, dass andere davon profitieren – wirtschaftlich, strategisch, sichtbar. Und trotzdem gibt es diese leise Frage im Hintergrund: Für was setze ich meine Talente hier gerade eigentlich ein?
Ich komme aus dem klassischen Marketing. Ich weiß, wie man Aufmerksamkeit erzeugt und Bedürfnisse weckt, wo zuvor gar keine waren. Das ist Teil des Handwerks.
Lange Zeit war das für mich auch total stimmig. Irgendwann – bei mir war es mit Ü50 – wurde eine Frage konkreter. Nicht dramatisch. Eher nüchtern: Will ich meine Energie weiterhin in alles stecken, was möglich ist? Oder nur noch in das, was Sinn ergibt?
Für mich wurde Moral im Marketing dadurch greifbar. Nicht als Ideal, sondern als Filter: Möchte ich, dass es davon mehr gibt in der Welt?
Ein Beispiel: Ich arbeite heute unter anderem mit aerogel-it.de zusammen – einem Unternehmen, das mit seiner Technologie und Supermaterialien messbar Energie spart und Ressourcen schont.
Diese Klarheit in der Wirkung verändert die Zusammenarbeit spürbar. Wenn Kunden wissen, wofür sie stehen – welches Gesicht ihre Marke haben soll und mit wem sie arbeiten möchten – entsteht etwas, das man nicht planen kann: Fokus gemischt mit Mut.
In diesem Fall sogar der Mut, Visionär und Bestsellerautor Frank Schätzing anzusprechen und ihn für genau dieses Thema zu gewinnen.
Nicht als Marketing-Trick. Sondern weil es einfach passt und ehrlich ist.
Vielleicht ist das kein Ü50-Thema. Vielleicht ist es ein Haltungs-Thema, das mich eben jetzt erst erreicht hat.
Die Frage bleibt dieselbe: Für was setzen Sie das ein, was Sie lieben?





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