KI verstärkt, was vorher schon unklar war.
- Nikias Thörner

- 25. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Welche Entscheidungen müsste jemand bei Ihnen treffen, bevor KI sinnvoll arbeiten kann?
Es gab eine Zeit, da war ich Produktioner in einer Werbeagentur. Ich hatte Drucker und Werbekaufmann gelernt – das passte. Und schon damals galt eine einfache Regel: Ein Lieferant produziert nur so gut, wie man ihn brieft. Wenn etwas schiefging, lag es selten an der Produktion. Fast immer lag es an fehlender Klarheit davor.
Heute erlebe ich genau das Gleiche, nur nicht mehr in der Produktion, sondern in der Markenbildung. Und mein Lieferant ist die KI. Viele erwarten von ihr Struktur, Geschwindigkeit und bessere Ergebnisse.
Was sie oft nicht mitbringen, ist eine klare Position. Eine klare Marke. Eine klare Vorstellung davon, wofür sie stehen und wofür nicht.
KI denkt nicht.
Sie verstärkt.
Und das kennen Sie persönlich auch ganz genau. Wenn Sie nicht gut drauf sind und die KI etwas lösen soll, dann frustet das sehr, weil das einfach nicht funktioniert. Mit Glück und viel KI hin und her Kommunikation kommt man dann irgendwie seinem Ziel näher, aber so richtig gut fühlt sich das nicht an. Fehlt Klarheit, wird Unklarheit schneller, lauter und strukturierter.
Ist Klarheit da, wird Arbeit plötzlich leichter. Deshalb beginnt gute Arbeit für mich nicht mit Prompts, sondern mit Menschen. Die Analyse eines Unternehmens entsteht bei mir immer noch „zu Fuß“ mit KPI, Soft Skills und Interviews. Erst danach wird KI sinnvoll eingebunden – als Strukturhilfe und Sparringspartner. Vielleicht ist das das wichtigste KI-Level überhaupt … dieses Menschliche.
Und welche Entscheidungen müsste jemand bei Ihnen treffen, bevor KI sinnvoll arbeiten kann?





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